Trockene Heizungsluft und Kälte sind Stressfaktoren für unseren Hals. Die Schleimhäute trocknen aus, was uns anfälliger für Heiserkeit und Hustenreiz macht. Besonders wer beruflich viel sprechen muss, sollte jetzt auf seine „Stimmhygiene“ achten.
Hier sind die drei wichtigsten Tipps unserer Logopädie-Expert:innen:
1. NICHT RÄUSPERN!
Es ist ein natürlicher Reflex, aber schädlich. Beim Räuspern schlagen die empfindlichen Stimmlippen kräftig aufeinander. Das reizt das Gewebe und führt paradoxerweise zu noch mehr Schleimbildung – ein Teufelskreis beginnt.
- Die bessere Alternative: Husten Sie lieber einmal kurz aber sanft ab, oder trinken Sie einen Schluck Wasser, um den Reiz zu stillen.
2. NICHT FLÜSTERN!
Viele glauben, Flüstern würde die Stimme schonen. Das Gegenteil ist der Fall: Beim Flüstern entsteht ein hoher Reibungsdruck zwischen den Stimmlippen. Das strengt den Kehlkopf mehr an als normales Sprechen.
- Die bessere Alternative: Sprechen Sie leise und entspannt, oder gönnen Sie sich eine komplette Sprechpause.
3. VORSICHT BEI SCHARFEN BONBONS
Menthol, Eukalyptus oder starke Minze fühlen sich zwar im ersten Moment „befreiend“ an, haben aber einen austrocknenden Effekt auf die Schleimhäute. Trockene Schleimhäute erhöhen die Reibung und machen die Stimme verletzlich.
- Die bessere Alternative: Greifen Sie zu milden Salbeibonbons, Isländisch Moos oder Salzpastillen. Diese befeuchten den Hals nachhaltig.
Bleiben Sie stimmstark und kommen Sie gut durch die kalte Jahreszeit!

